Johann Christoph Friedrich Schiller

Friedrich SchillerAn die Freude.

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng getheilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Die 1785 von Friedrich Schiller verfasste Ode An die Freude gilt wohl als eines seiner berühmtesten Gedichte überhaupt, mit dem er sich weit über seinen Tod hinaus ein Denkmal setzte. Doch nicht nur seine Lyrik machte ihn unsterblich. Er gilt gleichzeitig als der bedeutendste deutsche Dramatiker. Mit Werken wie Kabale und Liebe, Wallenstein und Die Räuber gehört er deshalb noch heute (und zu Recht!) zum Kanon des Deutschunterrichts.

Dabei lagen Friedrich Schiller nicht sein eigener Ruhm, sondern vielmehr die Ideale des Humanismus am Herzen. Geboren als Bürgerlicher, hatte der Vertreter der Weimarer Klassik ein offenes Ohr für die Belange des kleinen Mannes, und mehr als einmal äußerte er seinen Unmut gegenüber dem deutschen Adel. Nur um seiner Frau Charlotte, einer gebürtigen von Lengefeld, einen Gefallen zu tun, nahm er 1802 den Adelstitel entgegen. Innerlich blieb er jedoch bis zu seinem leidvollen Ende ein Schriftsteller des Volkes.

Wichtige Inspiration für Friedrich Schiller dürften wohl seine vielen geistigen Wegbegleiter gewesen sein. Dazu zählte zum einen Johann Wolfgang von Goethe, mit dem ihn eine langjährige und legendäre Freundschaft verband. Zum anderen zeugen aber auch zahlreiche Briefbekanntschaften mit Größen wie Immanuel Kant, Gottfried Herder, August Wilhelm Iffland oder Wilhelm von Humboldt von Schillers vielseitigem Interesse für Ideen der Literatur, Politik und Philosophie.

Als Hommage an diesen großartigen Schriftsteller stellen wir auf Friedrich-Schiller.com Informationen zu Schiller und zahlreichen seiner Texte, sowie Links zu anderen interessanten Schiller-Webseiten, bereit.

Auf diesen Seiten finden Sie:

Kostenlose Schiller-Hörbücher bietet das Portal vorleser.net an.