Der Mensch

Schiller über den Menschen

  • Glücklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege, // Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt. (Das Kind in der Wiege)
  • Alle andern Dinge müssen; der Mensch ist das Wesen, welches will. (Über das Erhabene)
  • Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, // Verderblich ist des Tigers Zahn, // Jedoch der schrecklichste der Schrecken, // Das ist der Mensch in seinem Wahn. (Das Lied von der Glocke, 1799)
  • Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor, // Es ist in dir, du bringst es ewig hervor. (Die Worte des Wahns, 1797)Schiller_Mensch
  • Des Lebens ungemischte Freude // ward keinem Irdischen zuteil. (Der Ring des Polykrates, 1797)
  • Was Hände bauten, können Hände stürzen. (Wilhelm Tell, 1804)
  • Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten. (Wilhelm Tell, 1804)
  • Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, // Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. (Wilhelm Tell, 1804)
  • Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt. (Wilhelm Tell, 1804)
  • Der kluge Mann baut vor. (Wilhelm Tell, 1804)
  • Die Neigung gibt // Den Freund, es gibt der Vorteil den Gefährten, // Wohl dem, dem die Geburt den Bruder gab! (Die Braut von Messina, 1803)
  • Und Hochmut ists, wodurch die Engel fielen, / Woran der Höllengeist die Menschen fasst. (Maria Stuart, 1800)
  • O, hättest du vom Menschen besser stets gedacht, du hättest besser auch gehandelt! (Wallenstein – Trilogie, 1799)
  • Es ist der Geist, der sich den Körper baut. (Wallenstein – Trilogie, 1799)
  • Es wächst der Mensch mit seinen größern Zwecken. (Wallenstein – Trilogie, 1799)
  • Hab ich des Menschen Kern erst untersucht, so weiß ich auch sein Wollen und sein Handeln. (Wallenstein – Trilogie, 1799)
  • Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, // und die Gewohnheit nennt er seine Amme. (Wallenstein – Trilogie, 1799)

Schiller über die FrauSchiller_Frauen_Toulmouche

  • Ehret die Frauen! sie flechten und weben // Himmlische Rosen ins irdische Leben. (Würde der Frauen)
  • Nicht Strenge legte Gott ins weiche Herz des Weibes. (Maria Stuart, 1800)
  • Denn ein gebrechlich Wesen ist das Weib. (Maria Stuart, 1800)
  • Beim wunderbaren Gott – das Weib ist schön. (Don Carlos, 1787)

Schiller über die Liebe

  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet, // Ob sich das Herz zum Herzen findet. // Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang. (Das Lied von der Glocke, 1799)
  • Dass die Zärtlichkeit noch barbarischer zwingt, als Tyrannenwut! (Kabale und Liebe, 1783)
  • Mein bist du, und wärfen Höll‘ und Himmel sich zwischen uns! (Kabale und Liebe, 1783)Schiller Mensch: Liebe
  • O, sie sind pfiffig, so lang sie es nur mit dem Kopf zu tun haben; aber sobald sie mit dem Herzen anbinden, werden die Böswichter dumm. (Kabale und Liebe, 1783)
  • Ich fürchte nichts – nichts – als die Grenzen deiner Liebe. (Kabale und Liebe, 1783)
  • In meinem Herzen liegen alle meine Wünsche begraben. (Kabale und Liebe, 1783)
  • Die Liebe ist der Liebe Preis. (Don Carlos, 1787)
  • Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt. (Wallenstein – Trilogie, 1799)
  • Liebe // Kennt der allein, der ohne Hoffnung liebt. (Don Carlos, 1787)
  • Wer Tränen ernten will, muß Liebe säen. (Wilhelm Tell, 1804)

Schiller über die Gemeinschaft

  • Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes // Werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an. (Tabulae Votivae, 1797)
  • Verbunden werden auch die Schwachen mächtig. (Wilhelm Tell, 1804)
  • Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, // In keiner Not uns trennen und Gefahr. (Wilhelm Tell, 1804)

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