Wissen & Kunst

Schiller über Wissen und Erfahrung

  • Musst ins Breite dich entfalten, // soll sich dir die Welt gestalten; // In die Tiefe musst du steigen, Soll sich dir das Wesen zeigen. (Sprüche des Konfuzius, 1795)
  • Einem ist sie [die Wissenschaft, d. Red.] die hohe, die himmlische Göttin, dem anderen // Eine tüchtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt. (Xenien)
  • Deine Weisheit sei die Weisheit der grauen Haare, aber dein Herz – dein Herz sei das Herz der unschuldigen Kindheit. (Die Räuber, 1781)
  • Leben heißt träumen; weise sein, Lomellin, heißt angenehm träumen. (Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, 1784)
  • Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. (Maria Stuart, 1800)
  • O eines Pulses Dauer nur Allwissenheit! (Don Carlos, 1787)
  • So wie die Anmut der Ausdruck einer schönen Seele ist, so ist die Würde der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung. (Über Anmut und Würde)

Schiller über Kunst

  • Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit. (Briefe)Schiller Kunst
  • Aber hat Natur uns viel entzogen, // War die Kunst uns freundlich doch gewogen, // Unser Herz erwarmt an ihrem Licht. (An die Freunde, 1802)
  • Alles wiederholt sich nur im Leben, // Ewig jung ist nur die Phantasie; // Was sich nie und nirgends hat begeben, // Das allein veraltet nie! (An die Freunde, 1802)
  • Sehn wir doch das Große aller Zeiten // Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, // Sinnvoll still an uns vorübergehn. (An die Freunde, 1802)
  • Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst. (Wallenstein – Trilogie, 1799)
  • Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze. (Wallenstein – Trilogie, 1799)

Schiller und die Philosophie

  • Das Universum ist ein Gedanke Gottes. (Briefe)
  • Philosophen verderben die Sprache, Poeten die Logik, und mit dem Menschenverstand kommt man durchs Leben nicht mehr. (Böse Zeiten)
  • Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne. (Der Parasit)
  • Denn nur vom Nutzen wird die Welt regiert. (Wallenstein – Trilogie, 1799)

Schiller über die Zeit

  • Dreifach ist der Schritt der Zeit:/ Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,/ pfeilschnell ist das Jetzt verflogen,/ ewig still steht die Vergangenheit. (Sprüche des Konfuzius, 1795)
  • Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, // Und neues Leben blüht aus den Ruinen. (Wilhelm Tell, 1804)

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